Ihr Lieben,
An diesem Sonntag präsentiere ich euch voller Stolz mein erstes Musikvideo, bei dem ich Regie geführt habe. Ich würde euch gerne noch ein paar Hintergrundinformationen rund um den Dreh geben, aber erst sollt ihr natürlich das fertige Musikvideo von Tommy Klappers neuem Song Viel zu lange her sehen.

Tommy und seine Freundin Nicola, die ihre eigene Musikagentur gegründet hat, lernte ich vor zwei Jahren kennen. Wir waren uns damals schon sehr sympathisch und blieben in der Folge in Kontakt. Schon damals war ich guter Hoffnung, dass wir irgendwann ein Projekt gemeinsam angehen würden. Und Ende April diesen Jahres war es dann soweit: Tommy fragte nach, ob ich mir vorstelllen könnte, das Musikvideo zu seiner neuen EP zu drehen. Klar konnte ich das und wir besprachen das grobe Konzept bei einem leckeren Burger. Da der Inhalt und das Design des Covers der EP sehr nah am Wasser gebaut war (haha, super Witz meinerseits), war schnell klar, dass Matrosen, Sand, Alkohol und Wasser in unsere Story einfließen würden. Also… natürlich kein richtiger Alkohol. Ist ja wohl klar, ne?! *Hust* Wir legten drei Drehorte fest.

Drehort 1: Ich erinnerte mich an die Künstlerzeche, wo ich die Hochzeit von Anne & Felix begleiten durfte. Die Künstlerzeche hat eine Strandbar mit einigen Strandkörben. Ideal für unser Konzept. Wir drehten verschiedene Einstellungen um den Strandkorb herum.

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Vor dem Dreh kommt Tommy noch in die Maske.

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Kritischer Blick, aber das Licht ist super.

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Tommy und ich schummeln bei unserer Körpergröße.

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Drehort 2: Am Abend gings dann in ein Vereinsheim in Herne. Hier sollte unsere Hauptstory gedreht werden. Ein Konzert in einer Matrosenspelunke, die zunächst eine sehr depressive Stimmung hervorrufen sollte. Ich wählte für die Ausleuchtung der Szenerie orange folierte LED-Leuchten, um das schummrige Licht an der Bar zu unterstreichen. Tommy hatte für unsere Story ein paar tolle Statisten zusammen getrommelt, die die Saufbrüder spielten. Das hat mit allen eine Menge Spaß gemacht.

Einziges Problem unseres Drehorts war, dass die Tür, durch die die Band anfangs reinkommen sollte, abgeschlossen war. Wir mussten also die offene Tür faken. Hierfür nahm ich eine neutral folierte LED-Leuchte und simulierte damit Tageslicht, das durch die „offene Tür“ schien. Kurzer Check in der Kamera: Die Illusion funktionierte. Puh! Die weiteren Aufnahmen machte ich mit einem Kamerakran. Ich liebe einfach Kamerafahrten. 😉

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Wichtiges Accessoire: Der Rettungsring in der Mitte

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Rechts ist noch das Licht für die offene Fake-Tür zu sehen.
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Drehort 3: Am nächsten Tag fuhren wir dann zum Kemnader See. Wir brauchten ja noch Szenen auf dem Wasser. Für die ersten Aufnahmen wollte ich, dass jedes Bandmitglied auf einem Tretboot fuhr. Da wusste ich noch überhaupt nicht, wie anstrengend das ganze für die Truppe war. Ich saß gemütlich in dem „Kameraboot“, welches Nicola und der immer hilfsbereite Steve fuhren, und komandierte alle herum. Feindbild Videograph. 😉 Die Kamerafahrten mit dem Tretboot liefen besser als gedacht. Die einzelnen Tretboote trieben etwas voneinander ab, so dass man schöne Verschiebungen von Vorder- und Hintergrund einfangen konnte. Genial. Großes Lob nochmal an Nicola und Steve, die das schwer zu lenkende Boot perfekt beherrschten.

Nach zwei Stunden auf dem Wasser und einer gemütlichen Mittagspause gabs die zweite Aufnahmesession auf dem Wasser. Die Band in einem Boot und das Kameraboot zunächst nebenher. Nachdem wir die Aufnahmen im Kasten hatten, habe ich mich dann noch mit ins „Band-Boot“ gesetzt. Danach war alles im Kasten und die Band hatte Muskelkater. Dafür nochmal ein fettes Sorry, Leute. 🙂 Vielen Dank an Nicola für die Bilder und danke an alle, die dabei waren. Das war echt geil!

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